Die größte Sorge vor der PKV: „Was, wenn ich mit 70 den Beitrag nicht mehr zahlen kann?“ Die Antwort ist differenziert. Sehr hohe Beiträge im Alter sind kein Naturgesetz – sie entstehen vor allem, wenn niemand vorgesorgt hat. Diese sechs Hebel halten die PKV im Alter bezahlbar.
1. Beitragsentlastungstarif (BET) frühzeitig abschließen
Ein BET ist ein zusätzlicher Baustein, der ab dem vereinbarten Alter (meist 65 oder 67) Ihren Beitrag um einen festen Betrag senkt. Je früher Sie ihn abschließen, desto günstiger ist er.
2. Gesetzlicher 10-%-Zuschlag entfällt ab 60
Vom 21. bis zum 60. Lebensjahr zahlen Versicherte in der Krankheitskostenvollversicherung einen gesetzlichen Zuschlag von 10 % (§ 149 VAG), der die Alterungsrückstellungen aufstockt. Ab 60 entfällt er – der Beitrag sinkt entsprechend.
3. Tarifwechsel nach § 204 VVG nutzen
Innerhalb derselben Gesellschaft können Sie in einen Tarif mit gleichartigem Schutz wechseln – unter Mitnahme der Alterungsrückstellungen. Das kann den Beitrag spürbar senken, ohne dass Sie die Gesellschaft verlassen.
4. Selbstbehalt anpassen
Wer ausreichende Rücklagen hat, kann den Selbstbehalt erhöhen und so den Monatsbeitrag senken.
5. Standardtarif (vor 2009) oder Basistarif als Notbremse
Wer vor 2009 versichert war, kann unter bestimmten Voraussetzungen in den Standardtarif wechseln. Alle anderen haben Zugang zum Basistarif. Beide sind auf den GKV-Höchstbeitrag gedeckelt (2026: ca. 1.017 €), die Leistungen orientieren sich an der GKV.
6. Zuschuss der Rentenversicherung & Beitragsrückerstattung
Mit Rentenbeginn können Sie bei der Deutschen Rentenversicherung einen Zuschuss zu Ihrem PKV-Beitrag beantragen (2026: 8,75 % der gesetzlichen Rente, höchstens die Hälfte des Beitrags). Viele Tarife zahlen bei leistungsfreien Jahren eine Beitragsrückerstattung – prüfen Sie, ob sich das Einreichen kleiner Rechnungen lohnt.
Welche Kombination für Ihren Vertrag sinnvoll ist, rechnen wir Ihnen kostenlos durch.