Für Selbstständige ist die Krankenversicherung einer der größten festen Kostenblöcke. Die PKV kann hier deutlich günstiger sein – oder auf Dauer teurer, wenn der Tarif nicht passt. Diese Punkte helfen bei der Entscheidung.
Wovon der PKV-Beitrag abhängt
- Eintrittsalter: Je früher, desto günstiger – dauerhaft.
- Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können Zuschläge oder Ausschlüsse auslösen.
- Leistungsumfang und Selbstbehalt: Bestimmen den Beitrag maßgeblich.
- Krankentagegeld: Für Selbstständige wichtig, erhöht den Beitrag je nach Höhe und Karenzzeit.
Laut Finanztip beginnen leistungsstarke Tarife für gesunde 35-jährige Selbstständige bei rund 792 € inklusive Krankentagegeld (Stand 01/2025). Wir vergleichen die Tarife aller großen Anbieter für Ihre Situation – über 400 Tarife, kostenlos und unverbindlich.
Was die GKV als „freiwilliges Mitglied“ kostet
Die GKV setzt bei Selbstständigen mindestens ein fiktives Einkommen an (Mindestbemessung). 2026 ergibt das einen Mindestbeitrag von rund 223 € ohne Krankengeld, zuzüglich Pflegeversicherung. Mit steigendem Gewinn wächst der Beitrag bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € monatlich – dann rund 1.017 € mit Krankengeld, ohne Pflegeversicherung.
Steuervorteile bewusst einrechnen
Der Basisanteil des PKV-Beitrags und die Pflegepflichtversicherung sind als Sonderausgaben voll absetzbar (§ 10 EStG) – genau wie GKV-Beiträge. Wahlleistungen zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen (Höchstbetrag für Selbstständige 2.800 € im Jahr), der aber meist schon durch die Basisbeiträge ausgeschöpft ist.
Seriöse PKV-Sparhebel für Selbstständige
- Beitragsrückerstattung: Wer kleine Rechnungen selbst zahlt, erhält bei vielen Tarifen einen Teil der Beiträge zurück.
- Krankentagegeld passgenau: Höhe und Karenzzeit an Rücklagen und Einkommen ausrichten.
- Tarifwechsel nach § 204 VVG: Innerhalb der Gesellschaft möglich – hilfreich, wenn die Auftragslage schwächer ist.
Mehr zur Zielgruppe: PKV für Selbstständige.